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Ausbildung
Aus der Tierarzthelferin / dem Tierarzthelfer ist seit dem 01.08.2006 die Tiermedizinische Fachangestellte bzw. der Tiermedizinischer Fachangestellter geworden.
Die Ausbildungsschwerpunkte sind nun Prophylaxe, Kommunikation und die Arbeit mit dem PC. Der Lehrplan in der Berufsschule ist jetzt in Lernfelder und nicht mehr in Fächer unterteilt. Handlungsorientierung und das Lösen von Problemsituationen aus dem Praxisalltag ist seitdem ein durchgängiges Unterrichtsprinzip.
Gegenstand der Berufsausbildung ist mindestens die Vermittlung der folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse: - Der Ausbildungsbetrieb
- Durchführen von Hygienemaßnahmen
- Arbeitsorganisation, Qualitätsmanagement
- Kommunikation
- Information und Datenschutz
- Betriebsorganisation und Qualitätsmanagement
- Betriebsverwaltung und Abrechnung
- Tierärztliche Hausapotheke
- Maßnahmen bei der Diagnostik und Therapie unter Anleitung und Aufsicht des Tierarztes oder der Tierärztin
- Prävention und Rehabilitation
- Laborarbeiten
- Röntgen und Strahlenschutz
- Notfallmanagement
Fort- und Weiterbildung
Nach ihrer Berufsausbildung können Tiermedizinische Fachangestellte in Tierkliniken, Klein- oder Großtierpraxen und Forschungsinstituten arbeiten und sich außer auf die entsprechenden Aufgabenfelder auf Sachgebiete wie Mithilfe in der Sprechstunde, Büro- und Verwaltungstätigkeiten oder Laborarbeiten spezialisieren.
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung ist die berufliche Bildung jedoch noch nicht beendet. Tiermedizinische Fachangestellte sollten stets über ein aktuelles Fachwissen verfügen und Neuerungen kennen, um mit den Entwicklungen ihres Berufs Schritt halten zu können. Denn tiermedizinische Untersuchungs- und Behandlungsmethoden entwickeln sich laufend weiter und medizinische Geräte, Instrumente und Apparaturen werden immer leistungsfähiger. Hinzu kommt der Einsatz moderner Büro- und Kommunikationstechnik. Die Notwendigkeit des Lernens wird sich somit durch das ganze Berufsleben ziehen. Welches Wissen und welche Fähigkeiten erworben werden, hängt vor allem vom Arbeitsplatz und den Vorlieben und Interessen der jeweiligen Beschäftigten ab.
Viele der Kenntnisse und Fertigkeiten, die im Berufsalltag und auch zu spezialisierten Tätigkeiten benötigt werden, lassen sich nur im Rahmen von Weiterbildungen erwerben oder vertiefen. Dabei bieten sich Seminare an zu Themen wie Tierschutz und Tierhaltung, EDV oder Büroorganisation. Vor dem Hintergrund gewonnener Berufserfahrung sichert eine passende Weiterbildung die berufliche Position oder bildet die Grundlage für berufliche Veränderungen.
Aufstrebende Tiermedizinische Fachangestellte können sich zum Techniker/zur Technikerin für Biotechnik weiterbilden.
Wer über die Hochschulreife verfügt, kann auch ein Studium in Betracht ziehen.
Hier bieten sich zum Beispiel Studiengänge im Bereich Veterinärmedizin oder Biologie an. In einigen Bundesländern können besonders qualifizierte Berufstätige mit abgeschlossener Berufsausbildung und entsprechender Berufserfahrung auch ohne Hochschulzugangsberechtigung studieren. Die jeweiligen Zugangsvoraussetzungen werden landesrechtlich geregelt.
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