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Entstehung des Berufes

 

Anatomisches Modell eines Pferdes um 1875

 

 

viktorianisches Anatomiemodell

 

 

Bestrahlung eines Pferdebeines

 

 

Bach Therapie Mittel

Entstehungsgeschichte des tierärztlichen Helferinnen/Helfer - Berufes

Weit über die Hälfte aller Tierärzte in Deutschland arbeitet als praktizierende Tierärzte bzw. -ärztinnen. Sie gewährleisten die medizinische Versorgung der Tiere, entwickeln Tierschutzstandards und setzen sie durch. Mittlerweile nehmen auch Aufgaben im öffentlichen Veterinärwesen größeren Raum ein. Dazu gehören vor allem die Überwachung der Nutztierhaltung und die Lebensmittelkontrolle.

Tierärzte und Tierärztinnen diagnostizieren und behandeln Tierkrankheiten, beugen Tierseuchen vor und bekämpfen sie, arbeiten in der Lebensmittelüberwachung sowie im Tier- und Umweltschutz. Dadurch gewährleisten sie die medizinische Versorgung der Tiere, sichern die Gesundheit der Verbraucher und die einwandfreie Qualität tierischer Lebensmittel.

Der Anfang der tierheilkundlichen Tätigkeit lässt sich über weit mehr als 6000 Jahre zurückverfolgen und entwickelte sich beim Umgang von Menschen mit Nutztieren. In Ägypten züchtete man damals Haustiere wie Hunde, Rinder und Ziegen. Die ältesten Schriften und Hieroglyphen enthalten Hinweise über deren Tierzucht, Pflege, Fütterung und Heilung.

460 v. Christus zeigte Hippokrates auf, dass gesunde und krankhafte Prozesse bei Menschen und Tieren vergleichbar sind. Aristoteles verfasste das Buch „Tierkunde“ und gilt als Vater der Tieranatomie. Der bedeutendste Tierheilkundige der damaligen Zeit war allerdings Absyrtus (290 - 350 n. Christus). Unter seinem Einfluss teilte sich die Tiermedizin von der Humanmedizin ab und nahm eine eigenständige Richtung. Absyrtus befasste sich mit Themen wie Hygiene, Zucht, Rassenlehre, Therapie, Pathologie, Chirurgie und Geburtshilfe.

Publius Vegetius (550 n. Christus) schrieb das umfangreichste Werk des Altertums über die Tiermedizin. Er ergänzte die Arbeit von Absyrtus mit eigenen Beobachtungen. Sein Werk sollte die Tierheilkunde bis ins 17. Jahrhundert maßgeblich beeinflussen. Darin finden sich bspw. Angaben zur Altersbestimmung eines Tieres über seine Zähne sowie Quarantänemaßnahmen bei ansteckenden Krankheiten.

Die Tierarzneikunde wurde lange Zeit wie ein Handwerk vom einzelnen Meister auf einen einzelnen Schüler weitergegeben. Die Trennung des Berufs von Tierheilpraktikern und Tierärzten brachte erst die Neuzeit. Die erste Lehrstätte für akademische Tierheilkundige entstand 1762 in Lyon (Frankreich). Bereits 1790 wurden auch in Deutschland die ersten Schulen gegründet. Diese Schulen waren einfache Berufsschulen mit bescheidensten Aufnahmebedingungen.

In Deutschland wurde ab 1830 in Gießen und ab 1903 überall die Reifeprüfung (allgemeine Hochschulreife) zur Vorbedingung für die Zulassung zum Studium der Veterinärmedizin. Im Jahre 1811 promovierte der erste Tierarzt zum "Doktor der Heilkunde" an der Universität Marburg. In der Seuchenbekämpfung und in der kurativen Praxis beeinflusste zunächst die Humanmedizin stark die veterinärmedizinische Wissenschaft. Da die Armeen das Pferd als unentbehrliche Arbeitskraft benötigten, erreichte die Entwicklung der Tierheilkunde in der "Rossarzneikunst" ihren ersten Höhepunkt. Daneben wuchsen dem kleinen, stetig aufstrebenden Berufsstand der Tierärzte weitere Aufgaben zu, die das Berufsbild grundsätzlich wandelten. Zugleich wurde dadurch auch eine Kraft benötigt, die dem Tierarzt bei seinen immer größer werdenden Aufgaben zur Seite stand.

Der Vorläuferberuf Tierarzthelfer/in war seit etwa 1950 ein Anlernberuf mit zweijähriger Ausbildungszeit. Nach dem Berufsbildungsgesetz von 1969 wurde die Ausbildung in Anlehnung an die des Berufes Arzthelfer/in durchgeführt, die Beschulung der Auszubildenden erfolgte dementsprechend in der Regel in den Klassen der Arzthelfer/Arzthelferinnen. Zum 1. August 1986 wurde der Beruf Tierarzthelfer/in als anerkannter Ausbildungsberuf mit dreijähriger Ausbildungszeit neu geordnet.

Tiermedizinische Fachangestellte heute

 

Akupunktur

 

 

OP beim Hund

Die Aufgaben der/des Tiermedizinischen Fachangestellten in einer modernen "Team Tierarztpraxis"

Zum 1. August 2006 ersetzte die Ausbildungsordnung für Tiermedizinische/r Fachangestellte/r (TFA) die bis dahin gültige Ausbildungsordnung zum Tierarzthelfer/zur Tierarzthelferin. Bereits in der Ausbildung wird nun mehr Wert auf Fragen der Prävention und der Rehabilitation gelegt, die Auszubildenden eignen sich verstärkt Kenntnisse über den Tierschutz, die Tierernährung und Tierverhaltenskunde an. Außerdem reagiert die neue Ausbildungsordnung auf die gewachsenen Anforderungen in den Bereichen Röntgen und Strahlenschutz, Notfallmanagement und Organisation der tierärztlichen Apotheke. Weitere Themen sind beispielsweise Teamarbeit und Kommunikation, veränderte Aufgaben in der Dokumentation und Abrechnung und gestiegene Ansprüche in der Tierhalterberatung und Praxisorganisation.

Tiermedizinische Fachangestellte organisieren den Sprechstundenablauf. Sie betreuen die zu behandelnden Tiere vor, während und nach der Behandlung. Sie assistieren bei der Behandlung von Tieren und bei chirurgischen Eingriffen und sie versorgen Notfälle. Außerdem kümmern sie sich um Tiere auf der Krankenstation und führen Laborarbeiten aus. Sie sorgen für Ordnung und Hygiene in der Praxis und erledigen die anfallenden Verwaltungsarbeiten.

Ihren Arbeitsplatz haben Tiermedizinische Fachangestellte im Bereich der Veterinärmedizin, vorwiegend in Tierarztpraxen und Tierkliniken. Außerdem können sie in veterinärmedizinischen Laboratorien, Zoos, Tierheimen oder in der Tierhaltung beschäftigt sein. Auch in der medizinischen Forschung, der chemischen Industrie oder bei Institutionen und Organisationen des Gesundheitswesens und der Verwaltung sind Tierarzthelfer/innen tätig.

Wie bei allen sozialen Berufen steht auch bei dem Beruf der/des TFA der Kontakt zu vielen Menschen im Vordergrund der Arbeit. Dies erfordert neben der Fachkompetenz auch Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein. Darüber hinaus setzt das Arbeiten mit den teilweise schweren Tieren, das Stehen im Behandlungsraum und die oft lange tägliche Arbeitszeit auch eine gewisse körperliche Belastbarkeit voraus. Die enge Zusammenarbeit mit dem Praxisinhaber führt dazu, dass sich auch die Arbeitszeiten nach den Wünschen des Praxisinhabers richten.

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Stand: Juli 2010



Galerie

In der Galerie zeigen wir Lehrer, Schüler, Gäste, Bilder von Klassenfahrten, Feiern, Abschlussprüfungen usw.  mehr



Kollegium

An unserer Schule arbeiten über 100 Lehrerinnen und Lehrer. Wir stellen die Kolleginnen und Kollegen mit besonderen Funktionen vor.  mehr



Rundgang

Ein Blick auf unsere Schule, die Klassenräume, Funktionsräume, Büro, Cafeteria .  mehr

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