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Bildungsgänge    Berufsschule    Kfl. Spedition und Logistik    Prüfungen

Die Abschlussprüfung für Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung wird bundeseinheitlich durchgeführt. Sie besteht aus folgenden Prüfungsteilen:

Inhalte der Abschlussprüfung

1. Prüfungsbereich Leistungserstellung in Spedition und Logistik:

In höchstens 180 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus den folgenden Gebieten bearbeiten:

  1. Transport, Umschlag, Lagerleistungen,
  2. Logistische Dienstleistungen,
  3. Marketing.

Dabei soll er zeigen, dass er Lösungsvorschläge zu speditionellen und logistischen Aufgabenstellungen verkehrsträgerübergreifend entwickeln und Möglichkeiten des Marketings berücksichtigen kann. Darüber hinaus soll er zeigen, dass er Speditionsaufträge verkehrsträgerspezifisch durchführen, dabei rechtliche Vorschriften und Beförderungsbestimmungen anwenden sowie englischsprachige Formulare bearbeiten kann; hierfür kommt einer von zwei Verkehrsträgern in Betracht, die der Prüfling bei der Prüfungsanmeldung aus den folgenden Verkehrsträgern benennt: Straßen-, Schienen-, Luftverkehr, Binnenschifffahrt, Seeschifffahrt;

2. im Prüfungsbereich Kaufmännische Steuerung und Kontrolle:

In höchstens 90 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus den folgenden Gebieten bearbeiten:

  1. Kosten- und Leistungsrechnung,
  2. Controlling.

Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er Preisangebote erstellen, Methoden der Erfolgskontrolle anwenden und kaufmännische Zusammenhänge berücksichtigen kann;

3. im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde:

In höchstens 90 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus der Berufs- und Arbeitswelt bearbeiten und dabei zeigen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt und die Bedeutung der Speditions- und Logistikbranche als Wirtschaftsfaktor darstellen kann;

4. im Prüfungsbereich Fallbezogenes Fachgespräch:

Der Prüfling soll auf der Grundlage einer von zwei ihmzur Wahl gestellten praktischen Aufgaben aus dem Gebiet Speditionelle und logistische Leistungen Lösungsvorschläge entwickeln und begründen. Bei der Aufgabenstellung ist der betriebliche Ausbildungsschwerpunkt zugrunde zu legen. Die Aufgabe ist Ausgangspunkt für ein Fachgespräch. Das Fachgespräch soll einschließlich der Lösungsdarstellunghöchstens 30 Minuten dauern. Der Prüfling soll zeigen,dass er betriebspraktische Aufgaben sachgerechtlösen, wirtschaftliche, technische, ökologischeund rechtliche Zusammenhänge beachten sowie Gespräche systematisch und situationsbezogen führen kann. Dem Prüfling ist eine Vorbereitungszeit von höchstens 20 Minuten einzuräumen.

Die IHK stellt nach bestandener Abschlussprüfung ein Zeugnis aus, das alle Einzelnoten für die Prüfungsfächer und eine Gesamtnote enthält. Jedes Prüfungsfach geht zu einem Viertel in die Gesamtnote ein. Die Berufsschulabschlussnote kann auf Wunsch in das Zeugnis aufgenommen werden.

Die Zwischenprüfung wird bundesweit einheitlich durchgeführt. Sie muss von allen Auszubildenden im zweiten Ausbildungsjahr abgelegt werden. Die Zwischenprüfung soll den Ausbildungsbetrieben und den Auszubildenden einen Überblick über den bisher erreichten Ausbildungsstand geben. Die Teilnahme an der Zwischenprüfung ist Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung.

Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf den Ausbildungsrahmenplan (betriebliche Ausbildung) sowie auf den in der Berufschule lt. Rahmenlehrplan zu vermittelnden Lehrstoff.

 

Inhalte der Zwischenprüfung (Prüfungszeit 120 Minuten, ca. 60 Aufgaben)

Speditionsbetriebslehre

01 Träger des Güterverkehrs
02 Lagerung und Umschlag
03 Leistungsangebot der Speditionen mit oder ohne Selbsteintritt
04 Disponieren von Speditionsleistungen
05 Abwickeln von Speditionsaufträgen
06 Anwenden von Fremdsprachen bei Fachaufgaben

Rechnungswesen

07 Zahlungsverkehr
08 Buchführung

Wirtschafts- und Sozialkunde

09 Aufgaben, Struktur und Rechtsform
10 Berufsbildung
11 Personalwesen, arbeits- und sozialrechtliche Vorschriften
12 Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung
13 Arbeitsorganisation
14 Informations- und Kommunikations-systeme, Datenschutz und Datensicherheit

Rechnen

15 Berufs-bezogenes Rechnen

 

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